Test34a

🎛️ Grundzüge der Sicherheitstechnik

Grundzüge der Sicherheitstechnik

Wirksame Sicherheit beruht auf dem Zusammenwirken dreier Saulen: der mechanischen Sicherung (Grundschutz), der elektronischen Sicherung (Uberwachung) und den organisatorisch-personellen Massnahmen (Sicherheitsdienst). Die Mechanik halt den Tater auf und erzeugt eine Widerstandszeit, die Elektronik meldet die Gefahr, und der personelle Dienst interveniert. Keine Saule ersetzt die andere.

Die mechanische Sicherung bildet den Grundschutz. Einbruchhemmende Bauteile (Turen, Fenster, Gitter) werden nach DIN EN 1627 in sieben Widerstandsklassen eingeteilt: RC1 N, RC2 N, RC2, RC3, RC4, RC5 und RC6. Die Widerstandszeit gegen einen manuellen Einbruchversuch steigt mit der Klasse:

Die Polizei (Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen) empfiehlt fur den privaten und gewerblichen Grundschutz mindestens RC2. Sicherheitsverglasung wird gesondert klassifiziert: durchwurf-/durchbruchhemmend nach DIN EN 356, durchschusshemmend nach DIN EN 1063, sprengwirkungshemmend nach DIN EN 13541. Ein Sicherheitszaun braucht Ubersteigschutz (Mindesthohe ca. 2,5 m), Unterkriechschutz (Verankerung/Fundament) und Durchreichschutz (enge Maschenweite). Tresore sichern Wertgegenstande nach Widerstandsgraden.

Gefahrenmeldeanlagen (GMA) erkennen, verarbeiten und melden Gefahren weiter. Dazu zahlen Einbruchmeldeanlagen (EMA), Uberfallmeldeanlagen (UMA) und Brandmeldeanlagen (BMA). Eine EMA besteht aus Meldern, Scharf-/Unscharfschalteinrichtung, Meldezentrale (EMZ), Stromversorgung mit Notstrom-Akku und Meldelinien. Uberwachte Primarleitungen laufen mit Ruhestrom und erkennen Bruch oder Manipulation; nicht uberwachte Sekundarleitungen tun dies nicht. Uberfallmeldelinien mussen als nicht abschaltbare Primarleitung ausgefuhrt sein.

EMA werden nach VdS-Richtlinien in die Klassen A (Grundschutz), B (mittleres Risiko) und C (Hochstsicherheit, z.B. Banken, Juweliere) eingeteilt. Die europaische DIN EN 50131 kennt vier Sicherheitsgrade (Grad 1 bis Grad 4); naherungsweise entspricht Grad 2 etwa VdS A, Grad 3 etwa VdS B und Grad 4 etwa VdS C. Bei der Alarmierung unterscheidet man Internalarm (ohne Aussenwirkung), Externalarm (akustische/optische Signalgeber) und Fernalarm (Weiterleitung an eine Hilfe leistende Stelle). Der stille Alarm bei Uberfall lost vor Ort keine Signalgeber aus, sondern meldet unbemerkt an NSL oder Polizei, damit der Tater nicht gewarnt wird.

Fernalarme laufen uber eine Alarmempfangsstelle (AES) an die Notruf- und Serviceleitstelle (NSL), die die Alarmvor- und Alarmverfolgung durchfuhrt und die Intervention veranlasst (z.B. Entsendung einer Interventionskraft). Videouberwachung, Zutrittskontroll- und Identifikationssysteme, Streifendienst mit Wachterkontrollsystemen sowie Kommunikationstechnik erganzen die Anlagen. Erst das geordnete Zusammenwirken von Technik und qualifiziertem Personal ergibt ein tragfahiges Sicherungskonzept.

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Beispielfragen (35)

1. Welche Norm regelt die Widerstandsklassen (RC) einbruchhemmender Bauteile wie Türen, Fenster und Gitter?

  1. DIN EN 1627
  2. DIN EN 50131
  3. VdS 2311
  4. DIN EN 1063

Die DIN EN 1627 definiert die Widerstandsklassen (Resistance Class, RC) einbruchhemmender Bauteile. DIN EN 50131 betrifft dagegen Einbruchmeldeanlagen. (DIN EN 1627; BauNetz Wissen 'Widerstandsklassen einbruchhemmender Bauteile nach DIN EN 1627')

2. Wie viele Widerstandsklassen unterscheidet die DIN EN 1627 für einbruchhemmende Bauteile?

  1. Drei Klassen
  2. Vier Klassen
  3. Sieben Klassen
  4. Zehn Klassen

Die DIN EN 1627 kennt sieben Widerstandsklassen: RC1 N, RC2 N, RC2, RC3, RC4, RC5 und RC6. (DIN EN 1627; BauNetz Wissen)

3. Welche Widerstandszeit gegen einen manuellen Einbruchversuch mit einfachen Werkzeugen muss ein Bauteil der Klasse RC2 nach DIN EN 1627 mindestens leisten?

  1. 3 Minuten
  2. 5 Minuten
  3. 10 Minuten
  4. 20 Minuten

RC2 muss einem Einbruchversuch mit einfachen Werkzeugen (Schraubendreher, Zange, Keil) mindestens 3 Minuten standhalten und schützt gegen Gelegenheitstäter. (DIN EN 1627; schutz-gegen-einbruch.de 'DIN EN 1627')

4. Welche Widerstandszeit ordnet die DIN EN 1627 der Klasse RC4 zu?

  1. 5 Minuten
  2. 10 Minuten
  3. 15 Minuten
  4. 20 Minuten

Nach DIN EN 1627 leistet RC4 zehn Minuten Widerstand; RC3 leistet 5 Minuten, RC5 fünfzehn und RC6 zwanzig Minuten. (DIN EN 1627; deutscher-fenstershop.de; das-richtige-fenster.de)

5. Welche Widerstandsklasse empfiehlt die polizeiliche Kriminalprävention als Mindeststandard für den privaten und gewerblichen Grundschutz?

  1. Mindestens RC1 N
  2. Mindestens RC2
  3. Mindestens RC4
  4. Mindestens RC6

Die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen empfehlen für den Grundschutz Bauteile mindestens der Widerstandsklasse RC2. (Polizeiliche Kriminalprävention der Länder; das-richtige-fenster.de)

6. Nach welcher Norm wird durchschusshemmende Sicherheitsverglasung klassifiziert?

  1. DIN EN 356
  2. DIN EN 1063
  3. DIN EN 13541
  4. DIN EN 1627

Durchschusshemmung wird nach DIN EN 1063 geprüft; DIN EN 356 betrifft Durchwurf-/Durchbruchhemmung und DIN EN 13541 die Sprengwirkungshemmung. (DIN EN 1063; 34a-sachkunde-gewo.de 'Sicherheitstechnik')

7. Für einen Bereich, der gegen das Durchwerfen und Durchbrechen von Glasflächen geschützt werden soll, ist eine Sicherheitsverglasung gefragt. Welche Norm ist hier maßgeblich?

  1. DIN EN 356
  2. DIN EN 1063
  3. DIN EN 13541
  4. DIN EN 50131

Durchwurf- und durchbruchhemmende Verglasung wird nach DIN EN 356 klassifiziert. DIN EN 1063 (Durchschuss) und DIN EN 13541 (Sprengwirkung) decken andere Bedrohungen ab. (DIN EN 356; 34a-sachkunde-gewo.de 'Sicherheitstechnik')

8. Welche drei Schutzwirkungen muss ein wirksamer Sicherheitszaun als mechanischer Grundschutz typischerweise erfüllen?

  1. Übersteigschutz, Unterkriech-/Untergrabschutz und Durchreichschutz
  2. Brandschutz, Schallschutz und Sichtschutz
  3. Blendschutz, Wetterschutz und Korrosionsschutz
  4. Frostschutz, Sturmschutz und Hochwasserschutz

Ein Sicherheitszaun soll durch ausreichende Höhe (Übersteigschutz), Verankerung im Erdreich (Unterkriech-/Untergrabschutz) und enge Maschenweite (Durchreichschutz) wirken. (34a-sachkunde-gewo.de 'Sicherheitstechnik' (Mechanischer Grundschutz); VdS-Sicherungsrichtlinien Freigelände)

9. Welche Funktion erfüllt die mechanische Sicherung im Zusammenwirken der drei Säulen der Sicherheitstechnik?

  1. Sie hält den Täter auf und verschafft Widerstandszeit
  2. Sie meldet das Eindringen an die Leitstelle
  3. Sie greift den Täter aktiv an
  4. Sie identifiziert berechtigte Personen über Ausweise

Die mechanische Sicherung (Grundschutz) verzögert den Täter und schafft Widerstandszeit; die elektronische Sicherung meldet, der personelle Dienst interveniert. (Leitfaden Sachkundeprüfung Grundzüge der Sicherheitstechnik (SecuMedia/BHE); Rahmenstoffplan §34a GewO)

10. Welche Norm legt die Anforderungen an Einbruch- und Überfallmeldeanlagen in vier Sicherheitsgraden (Grad 1 bis Grad 4) fest?

  1. DIN EN 1627
  2. DIN EN 50131
  3. DIN EN 356
  4. DIN EN 1063

Die DIN EN 50131 legt für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen vier Sicherheitsgrade (Grad 1 bis Grad 4) fest, abhängig vom Risiko und der erwarteten Tätererfahrung. (DIN EN 50131-1; BHE-Infopapier)

11. In welche drei Klassen teilen die VdS-Richtlinien Einbruchmeldeanlagen ein?

  1. Klasse A, B und C
  2. Grad 1, 2 und 3
  3. RC2, RC3 und RC4
  4. Stufe I, II und III

Nach den VdS-Richtlinien werden EMA in Klasse A (Grundschutz), Klasse B (mittleres Risiko) und Klasse C (Höchstsicherheit, z. B. Banken, Juweliere) eingeteilt. (VdS-Richtlinien (VdS 2311); BHE-Merkblatt Einbruchmeldeanlagen)

12. Welche VdS-Klasse entspricht ungefähr dem Sicherheitsgrad 4 nach DIN EN 50131?

  1. VdS-Klasse A
  2. VdS-Klasse B
  3. VdS-Klasse C
  4. VdS-Klasse D

Grad 4 entspricht etwa VdS-Klasse C (Höchstsicherheit); Grad 2 entspricht etwa Klasse A und Grad 3 etwa Klasse B. Eine Klasse D existiert nicht. (AVS Alarmanlagen 'EN 50131 oder VdS – ein Vergleich'; BHE-Merkblatt)

13. Welche Komponente gehört NICHT zu den Grundkomponenten einer Einbruchmeldeanlage?

  1. Melder (Detektor)
  2. Meldezentrale (EMZ)
  3. Notstromversorgung (Akku)
  4. Durchschusshemmende Verglasung

Zur EMA gehören Melder, Scharf-/Unscharfschalteinrichtung, Meldezentrale, Stromversorgung mit Notstrom und Meldelinien. Durchschusshemmende Verglasung ist eine mechanische Maßnahme. (34a-sachkunde-gewo.de 'Sicherheitstechnik'; BHE-Fachwissen Einbruchmeldetechnik)

14. Wofür sorgt die Notstromversorgung (Akku) in einer Einbruchmeldeanlage?

  1. Sie hält die Anlage bei Ausfall der Netzspannung betriebsbereit
  2. Sie erhöht die mechanische Widerstandszeit der Türen
  3. Sie ersetzt die Meldelinien zur Zentrale
  4. Sie identifiziert berechtigte Personen

Die Notstromversorgung mit Akku stellt sicher, dass die EMA auch bei Ausfall der Netzspannung weiterarbeitet und meldebereit bleibt. (34a-sachkunde-gewo.de 'Sicherheitstechnik'; BHE-Fachwissen Einbruchmeldetechnik)

15. Wie unterscheiden sich Primär- und Sekundärmeldelinien in einer Einbruchmeldeanlage?

  1. Die Primärleitung wird über Ruhestrom ständig überwacht, die Sekundärleitung nicht
  2. Die Sekundärleitung wird überwacht, die Primärleitung nicht
  3. Beide Leitungsarten werden gleichwertig überwacht
  4. Keine der beiden Leitungsarten kann überwacht werden

Primärleitungen werden über Ruhestrom ständig überwacht, sodass Leitungsbruch und Manipulation erkannt werden; Sekundärleitungen sind nicht überwacht. Überfallmeldelinien müssen als nicht abschaltbare Primärleitung ausgeführt sein. (34a-sachkunde-gewo.de 'Sicherheitstechnik'; VdS-Richtlinien EMA)

16. Wozu dient der stille Alarm, etwa bei einem Überfall?

  1. Er warnt den Täter durch laute Sirenen vor Ort
  2. Er leitet die Meldung unbemerkt an eine Hilfe leistende Stelle weiter
  3. Er schaltet automatisch die Beleuchtung aus
  4. Er verriegelt sämtliche Türen für 24 Stunden

Der stille Alarm löst keine Signalgeber vor Ort aus, sondern meldet unbemerkt an eine Notruf- und Serviceleitstelle oder die Polizei, damit der Täter nicht gewarnt wird. (180-sicherheit.de 'Stiller Alarm'; VdS-Überfallalarmierungs-Richtlinien)

17. Welche Alarmierungsart leitet die Meldung an eine externe, Hilfe leistende Stelle weiter?

  1. Internalarm
  2. Externalarm
  3. Fernalarm
  4. Voralarm

Beim Fernalarm wird die Meldung an eine externe Stelle (z. B. NSL oder Polizei) weitergeleitet. Internalarm bleibt im Objekt, Externalarm wirkt akustisch/optisch nach außen. (Securityszene Sicherheitslexikon 'Alarmierungsarten'; Wikipedia 'Gefahrenmeldeanlage')

18. Eine akustische Außensirene und ein Blitzlicht sollen Eindringlinge nach außen abschrecken. Um welche Alarmierungsart handelt es sich?

  1. Internalarm
  2. Externalarm
  3. Fernalarm
  4. Stiller Alarm

Beim Externalarm wirken akustische und optische Signalgeber nach außen. Beim Internalarm bleibt das Signal im Objekt, beim Fernalarm erfolgt eine Weiterleitung. (Securityszene Sicherheitslexikon 'Alarmierungsarten'; 180-sicherheit.de Glossar)

19. Welcher Oberbegriff fasst Einbruchmeldeanlagen (EMA), Überfallmeldeanlagen (ÜMA) und Brandmeldeanlagen (BMA) zusammen?

  1. Gefahrenmeldeanlagen (GMA)
  2. Zutrittskontrollanlagen (ZKA)
  3. Videoüberwachungsanlagen
  4. Mechanische Sicherungsanlagen

Gefahrenmeldeanlagen (GMA) sind der Oberbegriff für Anlagen, die Gefahren erkennen, verarbeiten und weitermelden; dazu zählen EMA, ÜMA und BMA. (Lehrplan/Rahmenstoffplan §34a GewO, Grundzüge der Sicherheitstechnik; BHE-Fachwissen)

20. Auf welchen drei Säulen beruht die Sicherheitstechnik im Zusammenwirken?

  1. Mechanische Sicherung, elektronische Sicherung und organisatorisch-personelle Maßnahmen
  2. Beleuchtung, Beschilderung und Begrünung
  3. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst
  4. Schloss, Tresor und Zaun

Die Sicherheitstechnik beruht auf mechanischer Sicherung (Grundschutz), elektronischer Sicherung (Überwachung) und organisatorisch-personellen Maßnahmen (Sicherheitsdienst). (Leitfaden Sachkundeprüfung Grundzüge der Sicherheitstechnik (SecuMedia/BHE); Rahmenstoffplan §34a GewO)

21. Welche Aufgabe übernimmt die Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) nach Eingang eines Fernalarms?

  1. Sie führt die Alarmverfolgung durch und veranlasst die Intervention
  2. Sie repariert die beschädigte mechanische Sicherung
  3. Sie erhöht die Widerstandsklasse der Türen
  4. Sie deaktiviert die Überfallmeldelinie dauerhaft

Fernalarme werden über eine Alarmempfangsstelle an die NSL übertragen; diese führt die Alarmvor- und Alarmverfolgung durch und veranlasst die Intervention, etwa die Entsendung einer Interventionskraft. (VdS-Richtlinien für Notruf- und Serviceleitstellen (VdS 2153/3137); BHE; IHK-Lehrmaterial §34a)

22. Warum kann Sicherheitstechnik den personellen Sicherheitsdienst in der Regel nicht vollständig ersetzen?

  1. Technik kann melden und verzögern, aber die eigentliche Intervention vor Ort übernimmt das Personal
  2. Technik ist immer teurer als Personal
  3. Technik darf in Deutschland gesetzlich nicht eingesetzt werden
  4. Personal kann keine Alarme auslösen

Mechanische Sicherung verzögert und elektronische Sicherung meldet, doch die tatsächliche Reaktion und Intervention vor Ort leistet der personelle Dienst; die drei Säulen ergänzen einander. (Leitfaden Sachkundeprüfung Grundzüge der Sicherheitstechnik (SecuMedia/BHE); Rahmenstoffplan §34a GewO)

23. Eine Überfallmeldeanlage soll im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Wie muss die Überfallmeldelinie nach den Richtlinien ausgeführt sein?

  1. Als nicht abschaltbare, überwachte Primärleitung
  2. Als jederzeit abschaltbare Sekundärleitung
  3. Als nicht überwachte Sekundärleitung
  4. Als zeitlich befristet aktive Meldelinie

Überfallmeldelinien müssen als nicht abschaltbare Primärleitung ausgeführt sein, damit sie über den Ruhestrom ständig überwacht werden und jederzeit ausgelöst werden können. (34a-sachkunde-gewo.de 'Sicherheitstechnik'; VdS-Richtlinien EMA)

24. Welche Reihenfolge beschreibt das Zusammenwirken der Sicherungsmaßnahmen bei einem Einbruchversuch korrekt?

  1. Mechanik verzögert den Täter, Elektronik meldet, Personal interveniert
  2. Personal interveniert, dann meldet die Elektronik, danach verzögert die Mechanik
  3. Elektronik verzögert, Mechanik meldet, Personal beobachtet nur
  4. Mechanik meldet, Personal verzögert, Elektronik interveniert

Im abgestuften Zusammenwirken hält die mechanische Sicherung den Täter auf (Widerstandszeit), die elektronische Sicherung meldet das Ereignis und der personelle Dienst interveniert. (Leitfaden Sachkundeprüfung Grundzüge der Sicherheitstechnik (SecuMedia/BHE); Rahmenstoffplan §34a GewO)

25. Welcher Begriff ist der Oberbegriff für Anlagen, die Gefahren erkennen, verarbeiten und weitermelden bzw. auf diese reagieren?

  1. Gefahrenmeldeanlagen (GMA)
  2. Einbruchmeldeanlagen (EMA)
  3. Zutrittskontrollanlagen (ZKA)
  4. Videoüberwachungsanlagen (VÜA)

Gefahrenmeldeanlagen (GMA) ist der Oberbegriff; dazu zählen Einbruch-, Überfall- und Brandmeldeanlagen. (Rahmenstoffplan §34a GewO, Grundzüge der Sicherheitstechnik; BHE-Fachwissen Einbruchmeldetechnik)

26. Welche drei Anlagentypen zählen zu den Gefahrenmeldeanlagen (GMA)?

  1. Einbruchmeldeanlage, Überfallmeldeanlage und Brandmeldeanlage
  2. Videoüberwachung, Zutrittskontrolle und Vereinzelungsanlage
  3. Schließanlage, Sicherheitszaun und Wachschutz
  4. Notstromaggregat, Beleuchtung und Lautsprecheranlage

Zu den GMA zählen die Einbruchmeldeanlage (EMA), die Überfallmeldeanlage (ÜMA) und die Brandmeldeanlage (BMA). (Rahmenstoffplan §34a GewO, Grundzüge der Sicherheitstechnik; BHE-Fachwissen)

27. Auf welchen drei Säulen beruht die Sicherheitstechnik nach dem Konzept des Zusammenwirkens?

  1. Mechanische Sicherung, elektronische Sicherung und organisatorisch-personelle Maßnahmen
  2. Versicherung, Beleuchtung und Beschilderung
  3. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst
  4. Internalarm, Externalarm und Fernalarm

Die mechanische Sicherung hält den Täter auf, die elektronische Sicherung meldet, und der personelle Dienst interveniert. (Leitfaden Sachkundeprüfung Grundzüge der Sicherheitstechnik (SecuMedia/BHE); Rahmenstoffplan §34a GewO)

28. Welche Aufgabe übernimmt im Zusammenwirken der Säulen ausschließlich die mechanische Sicherung?

  1. Sie hält den Täter auf und verschafft durch ihre Widerstandszeit den nötigen Zeitvorsprung
  2. Sie meldet das Eindringen elektronisch an die Zentrale
  3. Sie entsendet eine Interventionskraft zum Objekt
  4. Sie leitet den Alarm an die Notruf- und Serviceleitstelle weiter

Die mechanische Sicherung (Grundschutz) hält den Täter durch ihre Widerstandszeit auf; das Melden und Intervenieren übernehmen die elektronische bzw. personelle Säule. (Leitfaden Sachkundeprüfung Grundzüge der Sicherheitstechnik (SecuMedia/BHE))

29. Welche Norm definiert die Widerstandsklassen (RC) einbruchhemmender Bauteile wie Türen und Fenster?

  1. DIN EN 1627
  2. DIN EN 50131
  3. DIN EN 1063
  4. VdS 2311

Die DIN EN 1627 legt die Widerstandsklassen RC1 N bis RC6 für einbruchhemmende Bauteile fest. (DIN EN 1627; BauNetz Wissen 'Widerstandsklassen einbruchhemmender Bauteile')

30. Welche Widerstandsklasse empfiehlt die Polizei mindestens für den privaten und gewerblichen Grundschutz?

  1. RC2
  2. RC1 N
  3. RC4
  4. RC6

Die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen empfehlen für den Grundschutz Bauteile mindestens der Widerstandsklasse RC2. (Polizeiliche Kriminalprävention der Länder; das-richtige-fenster.de)

31. Welcher Mindest-Widerstandszeit gegen einen manuellen Einbruchversuch muss ein Bauteil der Klasse RC2 nach DIN EN 1627 standhalten?

  1. 3 Minuten
  2. 30 Sekunden
  3. 10 Minuten
  4. 20 Minuten

RC2 muss einem Einbruchversuch mit einfachen Werkzeugen 3 Minuten standhalten und schützt gegen Gelegenheitstäter. (DIN EN 1627; schutz-gegen-einbruch.de)

32. Welche Widerstandszeit ist nach DIN EN 1627 der Klasse RC4 zugeordnet?

  1. 10 Minuten
  2. 5 Minuten
  3. 15 Minuten
  4. 3 Minuten

Nach DIN EN 1627 gilt: RC3 = 5 min, RC4 = 10 min, RC5 = 15 min, RC6 = 20 min. (DIN EN 1627; deutscher-fenstershop.de)

33. Wie viele Widerstandsklassen unterscheidet die DIN EN 1627 insgesamt?

  1. Sieben (RC1 N bis RC6)
  2. Drei (A, B, C)
  3. Vier (Grad 1 bis Grad 4)
  4. Zwei (innen und außen)

Es gibt sieben Klassen: RC1 N, RC2 N, RC2, RC3, RC4, RC5 und RC6. (DIN EN 1627; BauNetz Wissen)

34. Für welche Art von Objekt ist nach den VdS-Richtlinien typischerweise die Klasse C (Höchstsicherheit) vorgesehen?

  1. Banken und Juweliere
  2. Einfamilienhäuser mit geringem Risiko
  3. Unbewohnte Gartenlauben
  4. Öffentliche Parkplätze

VdS-Klasse C deckt das Höchstsicherheitsrisiko ab, etwa bei Banken und Juwelieren; Klasse A dient dem Grundschutz. (VdS-Richtlinien (VdS 2311); BHE-Merkblatt Einbruchmeldeanlagen)

35. Welcher VdS-Klasse entspricht nach gängiger Zuordnung ungefähr der Sicherheitsgrad 4 nach DIN EN 50131?

  1. VdS-Klasse C
  2. VdS-Klasse A
  3. VdS-Klasse B
  4. RC2

Die ungefähre Entsprechung lautet: Grad 2 ≈ VdS A, Grad 3 ≈ VdS B und Grad 4 ≈ VdS C. (AVS Alarmanlagen 'EN 50131 oder VdS – ein Vergleich'; BHE-Merkblatt)

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